Existenzängste
Author: Dieter Bulach
Veröffentlicht: Feb 11, 2020

Es fühlt sich schon etwas seltsam an, wenn ich heute über das Thema Existenzängste schreibe, denn bis vor 1 1/2 Jahren waren Existenzängste mein ständiger Wegbegleiter. Zu der Zeit war ich noch im Verkauf tätig und hatte ständig Angst, dass mein Geld nicht zum Überleben reichen würde. Zugegeben, durch die Tätigkeit im Verkauf gab es immer wieder Zeiten, in denen ich mal mehr oder weniger verdient hatte. Doch war es wirklich so, dass es irgendwann soweit  kommen würde, dass damit meine Existenz bedroht oder gar gefährdet würde oder war dies alles nur eine der immer wiederkehrenden Geschichten in meinem Kopf?

Schließlich hatten Existenzängste auch manchmal etwas Gutes, ließen sie mich in Zeiten, wo es drauf ankam, Höchstleistungen vollbringen, zu denen ich sonst vielleicht nicht in der Lage gewesen wäre. Doch sind Höchstleistungen nur dann möglich, indem wir etwas vermeiden, spricht auf gar keinen Fall erleben wollen? Was passiert, wenn wir den Existenzängsten immer mehr Aufmerksamkeit schenken, dass es irgendwann nicht mehr zum Leben reichen und wir in tiefe Armut fallen würden? Während ich dies hier schreibe, fühlt es sich eng und beklemmend an und mein Leben scheint nicht mehr lebenswert. Ich habe das Gefühl, alles so schnell wie möglich hinter mir bringen zu wollen, um danach endlich frei zu sein. Doch das alles geschieht gerade in meinem Kopf, es ist eine Geschichte. Es ist meine Geschichte, die ich viele viele Jahre geglaubt hatte. Ständig hatte ich das Gefühl, noch mehr arbeiten und verdienen zu müssen, um irgendwann soviel angespart zu haben, um damit auf der sicheren Seite zu sein. Doch soweit kam es nicht.

Durch den ständigen Anspruch, immer mehr Leistung bringen zu müssen und mir erst dann Ruhe zu gönnen, wenn ich all meine finanziellen Ziele würde erreicht haben, kam es zum Burnout und ich musste meine damalige Tätigkeit aufgeben. Nun kam das zum Vorschein, vor dem ich mich am meisten fürchtete: meine Existenzängste. Ich hatte ja nichts mehr, mit dem ich meine Ängste weiterhin in Schach halten oder zufrieden stellen konnte; nun war die Zeit gekommen, mich ihnen zu stellen. Doch was war eigentlich die Ursache meiner Existenzängste? Ich wusste es nicht. Und je mehr ich darüber nachdachte und krampfhaft nach einer Lösung suchte….., ich wusste es nicht. Mein Verstand wusste es nicht.

Irgendwann begann ich nach Innen zu fühlen und zu schreiben. Ich weiß nicht mehr warum, doch ich verspürte irgendwann eine tiefe Sehnsucht, nach Innen zu fühlen und zu schreiben. Zum ersten Mal in meinem Leben begann ich, mich von meinem denkenden Verstand zu lösen und Kontakt mit meinem Innersten, mit meiner Seele aufzunehmen. Da ich keine andere Möglichkeit sah, je wieder aus meiner Lebenskrise herauszukommen und mich von meinen Existenzängsten zu befreien, nahm ich während der folgenden Wochen und Monate Tag für Tag Kontakt mit mir selbst, mit meiner Seele auf. Was dann geschah, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, denn von da an veränderte sich mein gesamtes Leben zum Positiven und meine Existenzängste verschwanden (siehe auch mein Buch: Meine Seele hat mich befreit). Doch sie verschwanden nicht etwa, weil sich meine finanzielle Situation oder gar mein Leben im Außen verändert hätte, denn im Außen war nach wie vor alles gleich. Nein, die Befreiung begann mit dem Tag, an dem ich ehrlichen Herzens Kontakt mit mir selbst, mit meiner Seele aufgenommen hatte. Von da an spürte ich, wie sich immer mehr das Gefühl von Vertrauen und Sicherheit ausbreitete, nach dem ich mein ganzes Leben lang gesucht, doch niemals gefunden hatte. Es war in mir, in meiner Seele.

Wie sollte ich auch Vertrauen und Sicherheit im Außen finden, wenn sich das Außen ständig verändert oder gar auflöst? Doch mein Innerstes, meine Seele ist ewig und das einzig Konstante, das hatte ich erfahren. Nun konnte das Leben beginnen, von dem ich schon immer geträumt hatte. Doch diesmal voller Vertrauen und mit der Kraft meiner Seele. Noch vor wenigen Jahren hätte ich vielleicht milde darüber gelächelt und meinem denkenden Verstand den Vorzug gegeben. Doch heute weiß ich, dass ich mich nur auf mein Innerstes, auf meine Seele verlassen kann und dass sie mein Fels in der Brandung ist.

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